Obdachlosigkeit birgt die Gefahr in sich, dass
besonders die Kinder der Bettelei und Prostitution nachgehen. Eine regelmäßige
Ernährung ist nicht sichergestellt. Sie leben von der Nachbarschaftshilfe und zum Teil
durch ein Patenschaftsprogramm, das Christa Ostmeier in Minden organisiert.
Die Betreuung der Familien wird zum Teil von den Schwestern
eines benachbarten Ordens übernommen. Diese Schwestern verwalten auch die
Patenschaftsgelder.
Vordringliches Ziel ist es, besonders den Kindern dieser
Familien eine Perspektive für ihre Zukunft zu ermöglichen. Erst durch eine feste Bleibe
wird auch ein Schulbesuch ermöglicht, denn Kinder obdachloser Familien gehen in
der Regel nicht zur Schule. Sie müssen den Kampf ums tägliche Überleben bestehen. Sie
kennen nicht den Wert von Bildung und sehen den Schulbesuch nur als Zeitverschwendung an.
Father Edward Costa ist einigen Förderern
unserer Arbeit persönlich bekannt. Er war bis vor wenigen Jahren der Geistliche dieser
Gemeinde in Wadduwa. Ihm ist es gelungen, von einem wohlhabenden Bürger Bauland
für die Errichtung von 12 Häusern als lokalen Beitrag für die Lösung der Wohnraumnot
kostenlos zu erhalten. Das Grundstück wurde zunächst der Kirche überschrieben
und parzelliert. Die Grundstücke wurden nach Fertigstellung der Häuser den
einzelnen Familien überschrieben. Unser Projekt umfasste den Bau von 12 Einfachhäusern.
Die Häuser wurden in solider Einfachbauweise erstellt. Die
Fundamente wurden aus Bruchsteinen gemauert, die Wände aus gebrannten Ziegelsteinen. Die
Dacheindeckung erfolgte mit Tonziegeln. Türen, Fenster und Dachstuhl wurden aus
einheimischen Hölzern gefertigt.
Eine separate Toilette mit Sickergrube wurde für jedes Haus gebaut.
Die Wasserversorgung ist durch öffentliche Zapfstellen in zumutbarer Laufentfernung
gesichert.
Die von uns aufzubringenden Mittel beliefen sich auf 37.000 DM.
Davon hatte Christa Ostmeier 17.000 DM in ihrem Freundeskreis zusammengetragen.
Mit 20.000 DM bezuschusste eine befreundete Hilfsorganisation unser Vorhaben.

Projektbeginn war der 1. November 1998. Ein besonders günstiger Zeitpunkt, weil er
mit dem Beginn der trockenen Jahreszeit an der Westküste Sri Lankas zusammenfällt.
Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2000.